3CX Preise: Clever kalkuliert, transparent erklärt

Schwarzes und graues IP-Tischtelefon mit Display und Zahlentasten, geeignet für moderne Büroräume und digitale Kommunikation.

3CX Preise: Clever kalkuliert, transparent erklärt

Keine Lust mehr auf undurchsichtige VoIP-Tarife, versteckte Kosten und Anbieter, die dir erst nach Vertragsabschluss die Rechnung präsentieren? Gut. Dann bist du hier genau richtig. Wir nehmen die 3CX Preise auseinander – ehrlich, technisch und ohne Marketing-Gewäsch. Was kostet 3CX wirklich? Welche Lizenzmodelle gibt’s? Und wann lohnt sich was? Spoiler: Es ist nicht so billig, wie es aussieht. Aber auch nicht so teuer, wie viele glauben.

Was ist 3CX eigentlich? Die VoIP-Telefonanlage für Unternehmen

3CX ist eine softwarebasierte IP-Telefonanlage (PBX), die klassische Telefonie auf VoIP-Technologie hebt. Entwickelt wurde sie ursprünglich für Windows-Server, ist heute aber auch für Linux und in der Cloud verfügbar. Das Besondere: 3CX verzichtet auf proprietäre Hardware und erlaubt die freie Wahl der Endgeräte – ob SIP-Telefone, Softphones oder mobile Apps. Damit positioniert sich 3CX als flexible Lösung für Unternehmen, die ihre Kommunikation digitalisieren wollen – ohne in teure Telefonanlagen zu investieren.

Die Stärke von 3CX liegt in der Modularität. Du kannst die Lösung on-premise betreiben, in einer privaten Cloud hosten oder direkt über „Hosted by 3CX“ laufen lassen. Die Entscheidung hat direkten Einfluss auf die 3CX Preise – und auf die Frage, wer sich um Updates, Sicherheit und Betrieb kümmern muss. Während Hosted by 3CX ein Rundum-sorglos-Paket verspricht, erfordert Self-Hosting technisches Know-how und Server-Ressourcen – spart aber langfristig Geld.

Wichtig: 3CX ist kein klassischer Telefonanbieter. Du benötigst zusätzlich einen SIP-Trunk-Anbieter, über den deine Gespräche ins öffentliche Telefonnetz (PSTN) gelangen. 3CX übernimmt also die Steuerung, Verwaltung und Vermittlung – nicht aber die Gesprächsminuten oder Rufnummern. Diese Trennung ist wichtig, wenn du die tatsächlichen Kosten kalkulierst.

In Summe ist 3CX eine schlanke, leistungsfähige Kommunikationslösung – aber eben kein Plug-and-Play-Spielzeug. Wer sie richtig nutzen will, muss die Lizenzstruktur verstehen. Und genau da wird’s spannend.

3CX Lizenzmodelle und Preise: Free, SMB, Enterprise

3CX bietet drei Lizenzmodelle an – Free, SMB (Small Business) und Enterprise. Alle Modelle basieren auf der Anzahl gleichzeitiger Anrufe („Simultaneous Calls“), nicht auf der Anzahl der Benutzer. Das ist ein fundamentaler Unterschied zu vielen anderen VoIP-Systemen – und kann je nach Nutzung massive finanzielle Vorteile bringen.

Hier ein Überblick über die Lizenzmodelle:

Die Preise richten sich nach der Anzahl gleichzeitiger Anrufe. Beispiel: 8 gleichzeitige Anrufe in der SMB-Version kosten (Stand 2024) rund 275 € pro Jahr bei Self-Hosting. Bei „Hosted by 3CX“ kommen ca. 50–100 € zusätzlich für das Hosting drauf – je nach Region und Laufzeit.

Wichtig: Die 3CX Preise skalieren linear – verdoppelst du die Anzahl der Calls, verdoppelt sich (grob) auch der Preis. Das macht die Kalkulation einfach, aber auch gnadenlos. Wer zu groß lizenziert, zahlt unnötig viel. Wer zu klein plant, steht im Peak vor abgewiesenen Anrufen.

Enterprise-Lizenzen starten bei etwa 400 € jährlich für 8 gleichzeitige Anrufe. Der Aufpreis lohnt sich nur, wenn du die erweiterten Features wirklich nutzt – sonst verbrennst du Geld für Funktionen, die du nie ansiehst.

Self-Hosted vs. Hosted by 3CX: Preisunterschiede und Fallstricke

Einer der größten Preisunterschiede bei 3CX ergibt sich aus der Frage: Willst du selbst hosten – oder lässt du 3CX den Job machen? Beide Modelle haben Vor- und Nachteile – und einen spürbaren Einfluss auf die Gesamtkosten.

Self-Hosted: Du betreibst die 3CX-Instanz selbst – entweder on-premise (z. B. auf einem Windows- oder Linux-Server) oder in der Cloud (z. B. AWS, Azure, Hetzner).

Hosted by 3CX: 3CX hostet die Instanz inklusive Wartung, Backups und Sicherheit. Du zahlst dafür einen Aufpreis, bekommst aber ein Rundum-sorglos-Paket.

Preislich liegt Hosted by 3CX etwa 15–25 % über dem Self-Hosted-Modell. Für kleine Unternehmen ohne IT-Team kann sich das lohnen – für größere Projekte oder Integrationen ist Self-Hosting oft die bessere (weil flexiblere) Wahl.

Ein Stolperstein: Wer die Free Edition nutzt, kann nicht auf „Hosted by 3CX“ upgraden – hier ist Self-Hosting Pflicht. Erst ab der SMB-Lizenz ist das Hosting durch 3CX möglich.

Welche Features kosten extra – und welche sind Standard?

Auf den ersten Blick wirkt 3CX fair: Ein Preis, (fast) alle Features. Doch der Teufel steckt im Detail. Nicht alle Funktionen sind in jeder Lizenzstufe enthalten. Und manche Funktionen, die auf der Website groß beworben werden, sind in der Free-Version schlicht deaktiviert.

Hier ein Überblick, was dich in welcher Version erwartet:

Die meisten Unternehmen kommen mit der SMB-License gut zurecht. Enterprise lohnt sich nur bei Call-Center-Strukturen oder hoher Redundanz-Anforderung. Wer nur telefonieren will, kommt sogar mit der Free-Version durch – aber nur, wenn man bereit ist, auf Support und Komfort zu verzichten.

Wichtig: Manche Features (z. B. SMS, WhatsApp, Microsoft Teams Integration) erfordern Drittanbieter-Services – und kosten zusätzlich. Diese Kosten tauchen in der 3CX-Preisliste nicht auf, schlagen aber in der Praxis regelmäßig zu.

3CX Preise im Vergleich: Wirklich günstiger als andere Anbieter?

3CX positioniert sich gerne als „günstige Alternative“ zu etablierten Cloud-Telefonanlagen wie NFON, Placetel oder RingCentral. Aber stimmt das auch?

Ein praxisnaher Vergleich:

Fazit: Ja, 3CX ist deutlich günstiger – wenn du Self-Hosting nutzt und den Aufwand nicht scheust. Bei „Hosted by 3CX“ schrumpft der Preisvorteil, bleibt aber vorhanden. Allerdings: Andere Anbieter bieten echte Flatrates, All-in-One-Verträge und oft besseren Support. Bei 3CX musst du mehr selbst machen – und mehr wissen.

Wer eine Lösung „von der Stange“ sucht, ist bei 3CX falsch. Wer Kontrolle und Flexibilität will – und bereit ist, ein paar Stunden in Setup und Betrieb zu stecken – fährt mit 3CX oft günstiger und performanter.

Fazit: Für wen lohnt sich 3CX – und für wen nicht?

3CX ist keine Lösung für Leute, die einfach nur telefonieren wollen. Es ist ein System für Unternehmen, die bereit sind, sich mit Technik auseinanderzusetzen – oder jemanden dafür zu bezahlen. Wer das tut, bekommt eine leistungsfähige, skalierbare und vergleichsweise günstige VoIP-Lösung, die sich flexibel anpassen und erweitern lässt.

Aber: Wer keine Lust auf Konfiguration, Hosting, SIP-Trunks oder Lizenzmodelle hat, sollte lieber zu einem All-in-One-Anbieter greifen. 3CX ist kein Plug-and-Play – es ist ein Werkzeugkasten. Und der ist nur dann wertvoll, wenn man weiß, wie man ihn benutzt.

Die mobile Version verlassen