Notice Period clever nutzen: Kündigungsfristen im Marketing meistern

Mann arbeitet an einem Laptop an einem Schreibtisch mit Fokus auf Arbeitsumgebung und technische Ausstattung.

Kündigungsfristen im Online-Marketing: Wie du deine Notice Period clever nutzt, statt sie zu verplempern

Du hast gekündigt – oder wurdest gekündigt – und sitzt jetzt auf deiner Kündigungsfrist wie auf einem Pulverfass? Herzlichen Glückwunsch: Du hast Zeit. Und Zeit ist im Online-Marketing nicht nur Geld, sondern strategischer Spielraum. Wer seine Notice Period nur mit LinkedIn-Scrollen und “Clean Desk”-Aktionen verbringt, hat das Spiel nicht verstanden. Dieser Guide zeigt dir, wie du deine Kündigungsfrist zur Raketenrampe machst – für deine Karriere, dein Skillset und deinen Marktwert.

Kündigungsfrist im Marketing: Von der Lücke zum Sprungbrett

Das Wort „Kündigungsfrist“ klingt nach administrativer Langeweile, Excel-Tabellen und der finalen Bürokaffeepause. Aber im Online-Marketing – einer Branche, in der Skills, Netzwerke und Projekte zählen – ist deine Notice Period ein unterschätzter Hebel. Du hast ein definiertes Zeitfenster, in dem du nicht mehr langfristig planen musst, aber kurzfristig extrem viel bewegen kannst. Wenn du clever bist, nutzt du diese Zeit nicht zur Schonhaltung, sondern zur Offensive.

Gerade im digitalen Marketing, wo Tools, Plattformen und Strategien sich schneller ändern als dein Jobtitel auf LinkedIn, ist Weiterbildung nicht Kür, sondern Pflicht. Und mal ehrlich: Wann hast du dich zuletzt in Ruhe mit dem Google Tag Manager, Server-Side Tracking oder dem neuen GA4 Reporting beschäftigt? Genau. Jetzt ist deine Zeit.

Außerdem: Du bist plötzlich unabhängig. Keine Loyalitätspflichten, keine politischen Spielchen, keine Angst vor dem nächsten Performance Review. Du kannst offen reden, Projekte kritisch hinterfragen und endlich mal das sagen, was du denkst. Nutze das. Denn so viel strategische Freiheit bekommst du so schnell nicht wieder.

Marketing-Exit-Strategie: Was du in deiner Notice Period wirklich tun solltest

Wenn du deine Kündigungsfrist wie einen normalen Arbeitstag behandelst, hast du verloren. Du brauchst einen Exit-Plan – nicht für deinen Arbeitgeber, sondern für dich. Der sollte sowohl taktisch als auch operativ ausgerichtet sein und folgende Punkte enthalten:

Die Tools und Plattformen, die du jetzt endlich lernen solltest

Wenn du in der Kündigungsphase bist, ist das der perfekte Moment, um deine Tool-Kompetenz zu upgraden – aber bitte mit System. Die Welt braucht nicht noch einen halbgebildeten Canva-Nutzer. Hier sind die Tools, die du wirklich kennen solltest, je nach Spezialisierung:

Wichtig: Lerne nicht Tools zum Spaß, sondern mit Ziel. Baue ein konkretes Projekt oder ein Mini-Portfolio mit echten Daten auf. Zeige nicht, dass du etwas “kennst” – zeige, dass du es genutzt und verstanden hast.

Recht und Ethik: Was du während der Kündigungsfrist darfst – und was nicht

So schön es ist, in der Notice Period Gas zu geben – es gibt Grenzen. Und zwar rechtlich und moralisch. Wer in dieser Phase anfängt, Kundendaten runterzuladen, interne Strategien weiterzuleiten oder heimlich Freelancer-Angebote an Bestandskunden zu schicken, spielt nicht nur mit dem Feuer, sondern mit seinem Ruf. Und der ist in unserer Branche verdammt wertvoll.

Hier ein paar No-Gos, die du unbedingt vermeiden solltest:

Was du darfst: Kontakte pflegen, dein Wissen mitnehmen, dein Netzwerk nutzen. Aber eben sauber. Und mit Stil. Wer professionell geht, öffnet sich Türen – nicht nur zum nächsten Job, sondern zur langfristigen Karriere.

Dein 30–90-Tage-Plan für eine clevere Kündigungsfrist

Egal ob deine Kündigungsfrist 30, 60 oder 90 Tage dauert: Du brauchst Struktur. Hier ist ein bewährter Fahrplan, der dich durch diese letzte Phase bringt – ohne Drama, aber mit maximalem Output:

  1. Woche 1–2:
    Exit-Gespräch führen, Übergabeplan erstellen, technische Zugänge dokumentieren, Aufgaben priorisieren. Beginne parallel mit deinem Skill-Upgrade und baue deine persönliche Wissensdatenbank auf (Notion, Obsidian, etc.).
  2. Woche 3–4:
    Portfolio und Case Studies erstellen, Testimonials von Kollegen einholen, LinkedIn-Profil überarbeiten. Erste Beiträge posten, aktiv netzwerken, an Webinaren oder Online-Kursen teilnehmen.
  3. Woche 5–6:
    Letzte Projekte abschließen, Tools weitergeben, Prozesse dokumentieren. Kontaktliste sichern (legal!), persönliche E-Mail-Signatur vorbereiten, Blog oder Website aktualisieren.
  4. Woche 7–8 (bei 60–90 Tagen):
    Interviewvorbereitung, Gehaltsbenchmarking, aktiv auf Jobsuche gehen. Bewerbungsmaterialien finalisieren, Coaching oder Mentoring anstoßen.
  5. Letzte Woche:
    Abschlussgespräch führen, Feedback einholen, Abschied mit Anstand. Kein Drama, keine verbrannten Brücken – aber auch keine falschen Kompromisse.

Fazit: Kündigungsfrist als Karriere-Booster – wenn du’s richtig machst

Die Kündigungsfrist ist kein Leerlauf – sie ist ein strategisches Spielfeld. Wer sie nutzt, um sich weiterzubilden, sein Netzwerk zu aktivieren und saubere Übergaben zu liefern, steigt nicht aus, sondern auf. Der Unterschied zwischen einem Abgang mit Reue und einem Abgang mit Rückenwind liegt in deiner Haltung – und in deinem Plan.

Wenn du die letzten Wochen im Job nur absitzt, verpasst du eine einmalige Chance: dich selbst neu zu positionieren. In einer Branche, die sich schneller verändert als dein Netflix-Algorithmus, zählt jeder Schritt. Nutze ihn. Denn wer seine Kündigungsfrist clever nutzt, startet nicht bei null – sondern mit Vorsprung.

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