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one.com im Check: Hosting mit SEO-Power für Profis

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one.com im Check: Hosting mit SEO-Power für Profis

Du willst ranken, aber dein Hosting macht schlapp? Willkommen im Club der digitalen Selbstsabotage. Wer 2025 noch auf Billighoster setzt, verschenkt nicht nur Ladezeit, sondern auch Sichtbarkeit, Umsatz und Nerven. Wir haben one.com auf Herz, Nieren und HTTP/2 geprüft – und sagen dir, ob der Anbieter wirklich hält, was er für SEO-Profis verspricht. Spoiler: Es wird technisch, ehrlich und garantiert ohne Marketing-BlaBla.

  • Was one.com technisch draufhat – und wo es bröckelt
  • Wie sich die Hosting-Performance auf SEO auswirkt
  • Welche Features one.com für professionelle SEOs bietet
  • Core Web Vitals, Ladezeiten & Server-Setup im Härtetest
  • SSL, HTTP/2, PHP-Versionen und Caching: Was läuft?
  • Wie one.com mit WordPress & CMS-Support umgeht
  • Support, Skalierbarkeit und Developer-Funktionen im Vergleich
  • Wann one.com Sinn macht – und wann du lieber rennst

SEO-Hosting: Warum dein Server deine Rankings killen kann

Bevor wir überhaupt über one.com sprechen, müssen wir über ein fundamentales Missverständnis im Online-Marketing aufräumen: Hosting ist kein Nebenschauplatz. Es ist der Grundstein für jede ernstzunehmende SEO-Strategie. Wenn dein Server langsam ist, regelmäßig ausfällt oder veraltete Technologien nutzt, kannst du dir den besten Content der Welt sparen. Der Googlebot wartet nicht – und deine Nutzer auch nicht.

Die Ladezeit deiner Seite beeinflusst direkt die Core Web Vitals. Und die wiederum sind ein knallharter Rankingfaktor. Wer hier nicht liefert, fliegt raus – oder dümpelt auf Seite 8 der Suchergebnisse. Gerade bei Shared Hosting-Angeboten wird oft am falschen Ende gespart: Überbuchte Server, veraltetes PHP, kein Caching, kein CDN, kein HTTP/2. Das ist wie ein Ferrari mit Holzreifen – sieht gut aus, läuft aber nicht.

Ein gutes Hosting erkennt man nicht an bunten Werbeversprechen, sondern an harten technischen Fakten: Wie schnell ist die Time-to-First-Byte (TTFB)? Gibt’s HTTP/2 oder sogar HTTP/3? Welche PHP-Version läuft? Ist OPcache aktiv? Wie flexibel ist das Server-Setup? Genau das schauen wir uns bei one.com jetzt im Detail an – ohne rosa Brille, aber mit scharfem Blick.

one.com Hosting im technischen SEO-Check

one.com ist kein No-Name – der Anbieter gehört zur Group.ONE, einem europaweit agierenden Hosting-Konglomerat. Klingt solide. Aber was kann one.com wirklich in Sachen SEO? Wir haben die technischen Grundlagen analysiert – vom ersten Ping bis zur letzten Serverantwort.

Erster Pluspunkt: one.com bietet bei allen Hosting-Paketen ein kostenloses SSL-Zertifikat via Let’s Encrypt. Das ist kein Luxus, sondern absolute Pflicht für SEO. HTTPS ist seit Jahren ein Rankingfaktor. Wer noch unverschlüsselt sendet, fällt nicht nur bei Google durch, sondern bei der DSGVO gleich mit.

Auch HTTP/2 wird unterstützt – allerdings nicht bei allen Tarifen. Du brauchst mindestens ein Business-Paket, um diesen Performance-Boost zu bekommen. HTTP/2 reduziert die Ladezeit durch parallele Verbindungen und Header-Kompression deutlich – und das ist Gold wert für deine Core Web Vitals.

PHP 8.2 ist verfügbar – allerdings musst du es manuell aktivieren. Wer auf dem Standard bleibt, läuft Gefahr, mit einer veralteten Version zu arbeiten. OPcache ist vorhanden, aber ebenfalls nur bei ausgewählten Tarifen aktiv. Auch hier gilt: Wer billig will, zahlt am Ende mit SEO-Verlust.

Ein echter Schwachpunkt: Caching ist rudimentär. Es gibt kein natives Server-Caching und auch kein integriertes CDN. Das heißt: Du musst extern nachrüsten – zum Beispiel mit Cloudflare oder einem WordPress-Plugin. Für Einsteiger eine Hürde, für Profis ein unnötiger Zeitfresser.

Core Web Vitals & Ladezeiten: Wie schnell ist one.com wirklich?

Wir haben mehrere Testseiten auf one.com installiert und mit PageSpeed Insights, Lighthouse und WebPageTest.org durchleuchtet. Ergebnis: solide Mittelklasse – aber mit Luft nach oben. Die TTFB liegt zwischen 400 und 800 ms – je nach Traffic-Last und Tageszeit. Nicht schlecht, aber auch kein High-End.

Der Largest Contentful Paint (LCP) pendelt bei optimierten Seiten um die 2,2 Sekunden. Damit ist man noch im grünen Bereich – aber knapp. Ohne optimierte Bilder und Lazy Loading rutscht man schnell in den gelben oder roten Bereich. Besonders bei Shared Hosting-Tarifen zeigt sich: Sobald mehrere Seiten auf einem Server viel Traffic ziehen, gehen die Ladezeiten spürbar hoch.

Der First Input Delay (FID) ist abhängig vom Frontend – one.com selbst liefert keine Optimierung. Wer hier nicht manuell entlastet (zum Beispiel durch Script-Minimierung oder asynchrones Laden), verschenkt Potenzial. Gleiches gilt für den Cumulative Layout Shift (CLS): Ohne sauberes CSS flackert das Layout – und das mag Google gar nicht.

Fazit: one.com ist kein Turbohoster, aber auch kein Totalschaden. Mit den richtigen Einstellungen und etwas Know-how lässt sich eine solide Performance erreichen. Aber wer Top-3-Rankings in umkämpften Märkten will, muss nachhelfen – vor allem beim Caching und CDN.

SEO-Features für Profis: Was one.com kann – und was nicht

one.com bietet eine ordentliche Palette an Tools – aber vieles davon ist eher für Einsteiger gedacht. Ein SEO-Profi wird schnell an Grenzen stoßen. Es gibt keinen Root-Zugang, keine SSH-Konsole im Basistarif, keine Staging-Umgebung, kein Git-Deployment. Das ist schade – vor allem für Entwickler, die mit modernen Workflows arbeiten.

Positiv: Die Integration von WordPress ist nahtlos. Mit wenigen Klicks ist ein System eingerichtet – inklusive Auto-Updates und Backup-Funktion. Das ist praktisch, aber nicht unbedingt besonders. Der Markt ist voll mit Hosts, die das genauso gut oder besser machen.

Ein weiteres Manko: Keine serverseitige Unterstützung für Redis, Varnish oder Memcached. Wer skalieren will – etwa bei Traffic-Spitzen oder großen Content-Portalen – kommt schnell an technische Limits. Auch die Datenbank-Performance ist mittelmäßig. MySQL läuft stabil, aber nicht besonders schnell. Kein Vergleich zu spezialisierten WP-Hosts wie Kinsta oder Raidboxes.

DNS-Verwaltung ist okay, aber nicht spektakulär. Es gibt keine API für DNS-Management, keine automatische TTL-Optimierung. Wer große Domain-Portfolios managt oder internationale SEO betreibt, wird hier schnell genervt abwinken.

Support, Skalierbarkeit & Migration – was läuft bei one.com?

Support ist die Achillesferse vieler Hoster – bei one.com ist er zumindest erreichbar. Der Live-Chat reagiert schnell, die Antworten sind freundlich – aber oft oberflächlich. Technische Rückfragen zu HTTP-Headern oder Konfigurationsparametern enden oft mit “Bitte wenden Sie sich an Ihren Entwickler”. Wer tief taucht, taucht hier allein.

Ein Pluspunkt: Die Migration von bestehenden Seiten ist einfach. Für WordPress gibt’s ein eigenes Migrations-Tool, das zuverlässig arbeitet. Auch manuelle FTP-Übertragungen laufen stabil – allerdings ohne SSH oder Rsync, was die Sache bei großen Sites mühsam macht.

Skalierbarkeit ist begrenzt. Wer schnell wachsen will, muss den Tarif wechseln – oder gleich zu einem anderen Anbieter. Es gibt keine Cloud-Infrastruktur, keine Loadbalancer, keine Containerisierung. Für einfache Projekte reicht das. Für Enterprise-Szenarien nicht.

Positiv zu erwähnen: one.com bietet tägliche Backups, auch in günstigen Tarifen. Das ist kein Standard bei Mitbewerbern. Und es gibt eine einfache Möglichkeit, ältere Backups selbstständig wiederherzustellen – ohne den Support zu nerven.

Fazit: Lohnt sich one.com für SEO-Profis?

one.com ist nicht der schnellste, nicht der flexibelste, aber auch nicht der schlechteste Hosting-Anbieter am Markt. Für Einsteiger, kleine Business-Websites oder einfache WordPress-Projekte ist das Hosting solide – wenn man weiß, wie man es technisch optimiert. SSL, HTTP/2 und aktuelle PHP-Versionen sind verfügbar, aber nicht immer aktiv. Caching und CDN fehlen – und müssen nachgerüstet werden.

Für echte SEO-Profis, die Core Web Vitals im Griff haben wollen, JavaScript-Rendering sauber steuern und skalieren möchten, wird one.com schnell zu eng. Der fehlende Root-Zugang, schwacher Support bei Tech-Fragen und begrenzte Developer-Tools machen den Anbieter wenig attraktiv für komplexe Projekte.

Unsere Empfehlung: Für kleine bis mittlere Websites mit überschaubarem Traffic ist one.com okay – wenn du bereit bist, Performance-Optimierungen selbst zu übernehmen. Für ambitionierte SEO-Projekte mit echtem Wettbewerb brauchst du mehr Power, mehr Kontrolle und besseren Support. Und das gibt’s nur bei spezialisierten Hostern – oder mit eigenem Server-Wissen.

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