Schwarzer Laptopcomputer mit eingeschaltetem Bildschirm, auf dem ein Mann im gelben Hemd zu sehen ist

Prezi Kosten: Lohnt sich das Investieren wirklich?

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Prezi Kosten: Lohnt sich das Investieren wirklich?

PowerPoint ist tot, sagen sie. Prezi ist die Zukunft, sagen sie. Und du? Du fragst dich, ob du wirklich monatlich Geld für animierte Zoom-Effekte und fancy Präsentationen raushauen solltest. Die Antwort ist nicht so simpel wie „ja“ oder „nein“ – aber sie wird dir spätestens nach diesem Artikel klar sein. Wir zerlegen das Prezi-Preismodell gnadenlos, analysieren Features, vergleichen Alternativen und sagen dir: Lohnt sich das – oder ist das nur ein weiteres hübsches SaaS-Märchen mit Abo-Falle?

  • Alle Prezi-Kostenmodelle im Detail erklärt – inkl. versteckter Kosten
  • Was du für dein Geld bekommst – und was nicht
  • Warum Prezi für manche Nutzer genial ist – und für andere kompletter Overkill
  • Vergleich mit Alternativen wie Canva, Google Slides und PowerPoint
  • Was hinter Prezi Video und Prezi Design steckt – und ob du das brauchst
  • Welche Funktionen es nur im Pro-Plan gibt (Spoiler: die wichtigen)
  • Warum der kostenlose Plan kaum mehr als ein Marketing-Gag ist
  • Technische Einblicke: Wie Prezi funktioniert und was dich erwarten kann
  • Unser Fazit: Wer Prezi wirklich braucht – und wer besser die Finger davon lässt

Prezi Preise 2024: Was kostet der Spaß wirklich?

Bevor du dich von der schicken Oberfläche und den hippen Präsentationen blenden lässt, lass uns über das sprechen, was wirklich zählt: Geld. Prezi bietet eine ganze Palette an Preisplänen – vom kostenlosen Basic-Zugang bis hin zum Prezi Plus oder Premium für Unternehmen und Profi-Vortragende. Die Frage ist nicht nur, was du zahlst, sondern auch, was du dafür bekommst – und ob du all das überhaupt brauchst.

Der kostenlose Plan ist schnell erklärt: Du bekommst Zugriff auf die Basisfunktionen, kannst Präsentationen erstellen – aber diese sind öffentlich einsehbar. Datenschutz? Fehlanzeige. Branding entfernen? Nur gegen Cash. Offline-Nutzung? Nope. Kurz gesagt: Der Free-Plan ist eine Demo mit Social Proof-Effekt.

Dann hätten wir Prezi Plus für etwa 12 bis 15 Euro im Monat (je nach Zahlungsintervall). Hier bekommst du Private Presentations, Offline-Zugriff, erweiterte Designfunktionen und ein Analyse-Feature, das dir zeigt, wie oft deine Präsentationen angesehen wurden. Klingt gut? Kommt drauf an, was du damit machen willst. Für gelegentliche Vorträge ist das vielleicht schon zu viel. Für regelmäßige Business-Einsätze definitiv zu wenig.

Premium schlägt mit rund 20 bis 25 Euro monatlich zu Buche. Dafür gibt’s dann auch 1:1-Trainings, erweiterte Analytics, Prioritäts-Support und Zugang zur Prezi-Video-Suite. Aber ehrlich: Wenn du nur ein bisschen präsentieren willst, ist das wie mit einem Sportwagen zur Bäckerei fahren – sieht cool aus, ist aber komplett überdimensioniert.

Für Teams und Unternehmen gibt es individuelle Enterprise-Tarife – mit SSO, Admin-Panel und API-Zugriff. Aber wenn du diesen Artikel liest, bist du wahrscheinlich kein Fortune-500-CEO. Also: Fokus auf die Einzelpläne – und was sie dir bringen.

Prezi Funktionen vs. Kosten: Was bekommst du wirklich?

Jetzt wird’s spannend. Denn bei SaaS-Produkten ist der Preis eine Sache – der tatsächliche Nutzen eine ganz andere. Prezi verkauft sich als innovatives Präsentationstool mit Zoom-Funktionen, interaktiven Elementen und einem Design-Ansatz, der sich bewusst von der altbackenen Slide-Logik verabschiedet. Klingt modern. Ist es auch. Aber ob das deiner Zielgruppe gefällt, steht auf einem anderen Blatt.

In allen kostenpflichtigen Plänen bekommst du Zugriff auf Prezi Video – ein Tool, das deine Präsentation direkt in deine Webcam integriert. Klingt cool? Ist es – wenn du viel mit Remote-Meetings arbeitest und deine Zoom-Sessions aufpeppen willst. Für alle anderen ist es eine nette Spielerei, die du wahrscheinlich nach zweimal ausprobieren nie wieder nutzt.

Mit Prezi Design kannst du Infografiken, Reports und Social Media Content erstellen. Eine Art Canva-Light. Der Haken? Die wirklich brauchbaren Templates und Export-Optionen sind nur in den kostenpflichtigen Plänen enthalten. Und selbst dann sind sie funktional limitiert, besonders im Vergleich zu spezialisierten Tools wie Piktochart oder Adobe Express.

Die Kollaborationsfunktionen sind solide – aber nicht außergewöhnlich. Du kannst mit anderen gemeinsam an Präsentationen arbeiten, Kommentare hinterlassen, Versionen verwalten. Aber das können Google Slides & Co. auch – kostenlos. Und ohne, dass du deine Kreditkartendaten hinterlassen musst.

Was bleibt? Der Zoom-Effekt. Die dynamischen Übergänge und der visuelle Flow sind tatsächlich beeindruckend – wenn du weißt, wie man sie richtig nutzt. Für alle anderen wirken sie schnell wie überambitioniertes Marketingtheater. Und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Prezi ist kein Tool für Anfänger. Es ist ein Tool für visuelle Erzähler mit Sinn für Dramaturgie – und einem Hang zur technischen Spielerei.

Prezi im Vergleich: Wie schlägt es sich gegen Canva, Google Slides & PowerPoint?

Wer ein Präsentationstool sucht, hat die Qual der Wahl. PowerPoint ist der Dinosaurier mit mächtigen Funktionen, aber auch einem Hang zur Komplexität. Google Slides ist leichtgewichtig, kollaborativ und kostenlos – aber optisch eher langweilig. Canva bietet eine intuitive Oberfläche, tausende Templates und rudimentäre Präsentationsfunktionen – dafür aber keine echten Animationen oder interaktive Elemente.

Prezi positioniert sich dazwischen – als das Tool für visuelles Storytelling. Aber: Es ist kein Schweizer Taschenmesser. Es ist eher ein Designerstück mit klarer Zielgruppe. Wenn du interaktive Präsentationen brauchst, die nicht wie 1998 aussehen, dann bist du hier richtig. Wenn du einfach nur Charts zeigen willst – bleib bei Google Slides oder PowerPoint.

In puncto Preis schlägt Google Slides alles – weil kostenlos. Canva kostet je nach Plan 10 bis 15 Euro monatlich, bietet aber zusätzlich Social-Media-Erstellung, Video-Editing und vieles mehr. PowerPoint gibt’s im Office 365-Abo – oft sogar über den Arbeitgeber kostenlos. Prezi ist mit seinen 12 bis 25 Euro im Monat also kein Schnäppchen. Und für viele schlicht überdimensioniert.

Technisch gesehen punktet Prezi mit HTML5-basiertem Rendering, was plattformübergreifend funktioniert. Aber das bringt auch Nachteile: Die Performance kann bei großen Präsentationen leiden, und der Editor ist nicht gerade ein UX-Wunder. Gerade bei komplexen Strukturen wird das Ganze schnell unübersichtlich. Wer keine Lust auf Frickelei hat, wird hier nicht glücklich.

Technische Einblicke: Wie Prezi funktioniert – und wo die Limits sind

Unter der Haube basiert Prezi auf einer Art Canvas-Modell: Statt linearer Slides navigierst du auf einer großen Fläche, zoomst in Inhalte hinein oder bewegst dich zwischen „Frames“. Das macht Eindruck – aber auch Arbeit. Jede Präsentation muss dramaturgisch durchdacht sein, sonst verliert sich der Zuschauer schnell im Zoom-Karussell.

Die Web-App ist komplett cloudbasiert, was gut für die Kollaboration ist – aber schlecht bei instabilen Internetverbindungen. Offline-Modus? Nur im Plus- oder Premium-Plan. Und selbst dann ist die Performance nicht überragend. Der Editor läuft im Browser – was bedeutet: RAM-Fresser, besonders bei vielen Medienelementen.

Ein weiteres Problem: Barrierefreiheit. Prezi-Präsentationen sind schwer zugänglich für Screenreader und assistive Technologien. Wer barrierefreie Kommunikation betreiben muss, sollte besser die Finger davon lassen. Auch Exportfunktionen sind eingeschränkt: PDFs sind oft unbrauchbar, Video-Exports nur mit Zusatztools möglich.

Die Integration in andere Tools wie Zoom, MS Teams oder Slack ist solide – aber nicht revolutionär. APIs gibt’s nur im Enterprise-Plan, und selbst dann sind sie eher rudimentär. Wer automatisieren will, stößt schnell an Grenzen. Und für datenschutzsensible Branchen gilt: US-Hosting, keine dedizierten Serverstandorte, keine DSGVO-konforme Verarbeitung nach deutschem Maßstab – das kann zum Problem werden.

Unser Fazit: Für wen sich Prezi lohnt – und für wen nicht

Prezi ist kein schlechtes Tool. Im Gegenteil: Für die richtige Zielgruppe ist es ein mächtiges Werkzeug, das Präsentationen auf ein neues Level heben kann. Aber es ist eben auch ein sehr spezialisiertes Tool – mit einem klaren Fokus auf visuelles Storytelling und interaktive Dramaturgie. Wer das braucht, wird sich über die Investition nicht ärgern. Wer einfach nur Inhalte vermitteln will, bekommt das günstiger, einfacher und effizienter anderswo.

Die Prezi Kosten sind nicht astronomisch – aber sie summieren sich. Und sie lohnen sich nur, wenn du die Features wirklich nutzt. Für Schnellschüsse, Standard-PPTs oder Alltagspräsentationen ist Prezi Overkill. Für kreative Profis, Agenturen oder Keynote-Speaker hingegen kann es genau das fehlende Puzzlestück sein. Du musst nur wissen, wofür du bezahlst – und ob du das wirklich brauchst.

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